„Alles von der Stange“ – Spargel ist die Spezialität des Hauses Deckers. Aber nicht nur das Gemüse ist hier hochherrschaftlich. – NRZ, Niederrhein à la carte – vom 09.09.2005 von Gabi Geis

Schade eigentlich, Winston Churchill hat ihn damals bei seinem Besuch im Haus Deckers nicht probieren können – den selbst angebauten und zubereiteten Spargel der Familie Deckers in Walbeck.
Zu nationalsozialistischen Zeiten war der Anbau des „weißen Goldes“ verboten. Damals war das Gasthaus am Marktplatz im Spargeldorf Walbeck mit dem öffentlichen Fernsprecher 380 (heute 30 80) zugleich Poststation und damit der Mittelpunkt des Dorfes nahe der Grenze. Heute ist das Haus Deckers immer noch in Familienbesitz. Telefon gibt es natürlich längst auf jedem Zimmer, der Walbecker Spargel steht bei Vater Bernhard und Sohn Norbert Deckers nach wie vor auf der Speisekarte – nur dass die schmackhaften Stangen auf den Tellern jetzt nicht mehr aus eigenem Anbau, sondern aus dem der Nachbarn kommen. (…)
1863 wurde das mittlerweile denkmalgeschützte Haus von Norbert Deckers Ururgroßvater Wilhelm gebaut und als Gasthaus in Betrieb genommen. Mehrfach wechselte der Name des Gasthauses, aber geführt wurde es immer von einem Deckers. Noch heute ist das Hotel ein großer Familiebetrieb. Die saisonale, niederrheinisch geprägte Küche trägt Mutter Margrets Handschrift, in der Spargelsaison helfen Schwester Nicola – übrigens die frisch gekürte Spargelkönigin der kommenden Saison – und manchmal auch Onkel und Schwager aus.
Spargel kann man hier auch außerhalb der Saison genießen. „Wir kochen ihn ein, das hat sich bewährt“, verrät Norbert Deckers. Zwischen Mai und Juli dominiert der frische Spargel die Speisekarte – für 17 Euro das Pfund ging er in der vergangenen Saison in der klassischen Variante über den Tisch.
Als Renner hat sich im Mai und Juni auch das Spargelbuffet jeden Freitagabend erwiesen. Jetzt werden neben niederrheinischem Panhas genauso Lamm-Carrées oder Wildlachs in Dillsenfsoße aufgetischt. (…)

Neue Zimmer mit Tradition – Nach der Erweiterung des Hotels Deckers um mehrere Zimmer bekommt der Kirchenchor einen geeigneten Proberaum. Er erhält den Namen „Caeciliensaal“ – Rheinische Post, aus dem Gelderland – Helmut Schopmans vom 24.02.2006

WALBECK Interessiert verfolgten die Walbecker in den vergangenen Monaten den Neubau eines umfangreichen Hoteltrakts am Ende des Marktes im Schatten der Pfarrkirche St. Nikolaus. „Haus Deckers“ erweitert dort seine Kapazitäten an Hotelbetten mit einem imposant wirkenden Neubau nach Plänen des Walbecker Architekturbüros Egbert Arts / Tobias Waerder.
Das dreistöckige, in Ziegelmauerwerk gehaltene Gebäude umfasst 4226 Kubikmeter umbauten Raum mit einer Nutzfläche von 950 Quadratmetern. Elf geräumige Doppelzimmer werden eingerichtet, vier weitere stehen in Reserve. Mit den bereits im Altbau vorhandenen ist das Bettenangebot des Hotels dann auf 42 Betten gestiegen. Im Untergeschoss sind zwei Kegelbahnen untergebracht. Eine ansprechende Rezeption heißt die Gäste willkommen. damit hat das Dorf, das nicht nur in der Spargelzeit auf Fremdenverkehr setzt, eine gastronomische Bereicherung erfahren.
Haus mit Bäckerei
„Haus Deckers“ kann auf eine traditionsreiche Geschichte zurückblicken. im Jahre 1863 erwarb der in Hartefeld geborene Wilhelm Deckers das Haus mit Bäckerei für 1800 Taler preußische Courant, wie es im Kaufvertrag heißt, den der Gelderner Notar Alexander Albert Franoux ausfertigte. Interessant an diesem Kaufvertrag ist die Eintragung, dass auf „dem Haus eine Rente von jährlich ein halbes Pfund Wachs zu Gunsten der Walbecker Kirche lastet“. (…)
1920/21 logierten belgische Besatzungssoldaten in den Gasträumen. Als im Sommer 1936 das Hintergebäude mit etlichen Stallungen in Flammen aufging, gab Willi Deckers, Inhaber in der dritten Generation, die Landwirtschaft auf und baute die Gastwirtschaft mit einem kleinen Saal weiter aus. Lange Jahre war das Haus auch das Vereinslokal des Musikvereins 1877, des Sportvereins 1913 und des Taubenvereins „Grenzflieger“.
Hotelbetriebswirt
Der heutige Besitzer, Berni Deckers, hat nach Aufgabe der Bäckerei und des Lebensmittelgeschäftes mit seiner Ehefrau Margret das Haus zu einem gefragten Hotel umfunktioniert. Sohn Norbert, gelernter Koch und Hotelbetriebswirt, ist ins Boot der Eltern gestiegen und führt nun in der fünften Generation das Hotel mit seinen Eltern weiter. Es freut sich auch der Kirchenchor an St. Nikolaus über den Neubau. In dem 150 Quadratmeter großen Saal bekommt der Chor auch einen geeigneten Probenraum, der nun auf den Namen „Caeciliensaal“ getauft wird.

Walbeck feiert die neue Spargelprinzessin – Rheinische Post vom 08.04.2006

In Walbeck dem „Spargeldorf“ am Niederrhein, stehen die Zeichen wieder auf Gaumenschmaus und Feiern. Denn kaum ist der erste Spargel da, verwandelt sich der hübsche Ort in ein Mekka aller Feinschmecker, die das viel gepriesene Frühjahrsgemüse genießen. In Walbeck wird traditionell vornehmlich der weiße Spargel angebaut.
Die Gastronomie, die in diesen Wochen Gäste aus dem weiten Umkreis bis einschließlich Düsseldorf bewirtet, lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, damit die Gerichte einen Gaumenkitzel erfüllen. Sehr beliebt geworden sind die Spargelbuffets, bei denen nach Herzenslust geschlemmt werden kann. Die meisten Lokale bieten dieses Spezialarrangement an einem Tag pro Woche in den Monaten Mai und Juni an.
Einen Genuss verspricht auch das Rezept, das die diesjährige Spargelprinzessin als Empfehlung ausgesucht hat: Überbackener Spargel in Blattspinat. Die aktuelle Prinzessin weiß, was gut schmeckt, stammt sie doch aus dem gastlichen Traditionsbetrieb „Haus Deckers“  am schönen Markt. Am 12. April eröffnet Deckers ein neues Hotel unter dem Namen „Posthotel Haus Deckers“.
Höhepunkte im Veranstaltungsprogramm der nächsten Wochen ist am 7. Mai der Festtag der Spargelprinzessin mit Handwerker- und Spargelmarkt und ab 15 Uhr einem Festzug durch das Dorf mit Pferde- und Ponykutschen, Musik und historischen Gerätschaften des Spargelanbaus. Am 1. und 2. Juli folgt das Spargel- und Dorffest in Walbeck.

Spargel satt – Rheinische Post, Das Magazin – Herr Tüllmann vom 06.05.2006

An historisch beachtlichen Daten ist kein Mangel: „Gastfreundschaft seit 143 Jahren“ und „Spargeltradition seit 72 Jahren“. So präsentiert sich das „Haus Deckers“ im niederrheinischen Spargeldorf Walbeck zum Beginn der neuen Saison. Die Familienchronik lässt sich auch am Personal festmachen: Norbert Deckers führt in fünfter Generation den Service, unterstützt wird er von den Senioren, Mutter Margret (in der Küche) und Vater Bernhard. Ebenso beständig ist der Kreis der Gäste: Spargel-Ausflügler pilgern seit ihrer Jugendzeit zur vertrauten „Poststube“ und in den „Kronensaal“. Beide Räume bieten rund 100 Plätze. Nach einem zurückhaltenden, kalten Saisonauftakt für das königliche Gemüse geht´s jetzt richtig los in den Walbecker Betrieben. Bei Deckers werden die weißen Stangen wahlweise mit westfälischem Knochenschinken, Bündner Fleisch, Filetsteak oder geräuchertem Wildlachs serviert. Drei Menüs mit jeweils drei Gängen stehen für 25 und 28 € auf der Karte. Jeden Freitag Darf nach Lust und Laune geschlemmt werden: Das in „Kompott von rotem Rhabarber“ mündende Buffet (24,50€) liefert Spargel satt.

Walbecker Savoy – Im Haus Deckers verbindet sich beeindruckend niederrheinische Tradition mit gediegener Modernität – Rheinische Post, aus dem Gelderland – Herr Speer vom 12.04.2006

Schon Winston Churchill hat sich im Haus Deckers wohl gefühlt, das er deshalb zum „Savoy des Niederrheins“ umtaufte. Heute würde er staunen, wie einladend sich die erste gastliche Adresse am Ort nach der großzügigen Erweiterung darstellt. Ab heute hat das ehemalige „Savoy“ zudem einen neuen Namen: Es heißt nun „Posthotel Haus Deckers“, benannt nach der Poststation, die sich bis 1950 in diesem Haus befand. Der Ausbau des Hotels wird etwa Anfang Mai abgeschlossen sein.
Die Familie Deckers möchte der Öffentlichkeit dann gern die Ergebnisse des umfangreichen An- und Umbaus bei einem „Tag der offenen Tür“ vorstellen. Allerdings erst nach dem Ende der Spargelsaison, in der die Familienmitglieder alle Hände voll zu tun haben. Schließlich ist Deckers das erste Haus in Walbeck, das Spargel servierte – bis 1934 reicht diese Tradition zurück. Der gute Name verpflichtet: In der Spargelsaison kommen die Gäste von weit her, um sich im Haus Deckers mit erstklassigem Walbecker Spargel von den Spargelhöfen Allofs und Leuker, zubereitet nach raffinierten Gerichten, verwöhnen zu lassen. Auch zahlreiche Prominente ließen sich in dem seit 1863 bestehenden Haus von der Familie Deckers verwöhnen. Im Gästebuch verewigt haben sich unter anderem Paul Kuhn, Graham Bonney, die Gruppe Smokie sowie Armin Dahl, der erste deutsche Stuntman.
In diesem Jahr wird das königliche Gemüse im Haus Deckers ganz besonders gut schmecken – schließlich ist die Tochter des Hauses, Nicola Deckers, die Walbecker Spargelprinzessin 2006. Freitags im Mai und Juni wird sie im elterlichen Restaurant anwesend sein und die Gäste am reichhaltigen Spargelbuffet begrüßen. Bei dieser Gelegenheit können die Gäste auch das köstliche Lieblingsgericht von Prinzessin Nicola I. probieren: Überbackener Spargel in Blattspinat. Samstags wird den Gästen ein Klavierabend mit der Pianistin Helen Thissen geboten.
Was neben dem Stammhaus Deckers unter der Leitung des Walbecker Architekturbüros Arts und Waerder durch Handwerksbetriebe aus der Region entstanden ist, kann sich schon jetzt sehen lassen. Nach der Fertigstellung werden im Posthotel Haus Deckers elf neue Gästezimmer zur Verfügung stehen.
Klingende Namen – Von sieben der elf neuen Zimmer aus blicken die Gäste auf historische Walbecker Gebäude. Dadurch bekamen sie ihre Namen.
Ordentlich ausgetreten ist die Schwelle aus Blaustein an der Einganstür des seit 1990 denkmalgeschützten Hauses Deckers. Kein Wunder, schließlich betreten die Gäste die Restauration seit 1863 durch diesen Eingang. Das wird sich auch nicht ändern. Aber zusätzlich ist nun in der Luciastraße ein Eingang für das Hotel entstanden, und zwar im gläsernen Übergang zwischen dem alten und dem neuen Gebäudeteil. Hinter dem Haus, das sich mit seiner Mauerung im Kreuzverband und Bedachung mit Rheinland-Ziegeln harmonisch in die bestehende Bebauung einfügt, gibt´s einen großzügigen Parkplatz für die Gäste. Zwischen den Gebäuden ist ein Rosenhof entstanden, in dem die Hotelgäste im Sommer gemütlich sitzen können.
In der neuen Fassade wurden aufgrund der Ideen von Bernd und Norbert Deckers einige Stilelemente des Stammhauses übernommen oder zitiert. Wie etwa die Giebelornamente oder die runden Maueröffnungen, in denen Brutkästen installiert sind. Seniorchef Bernd Deckers ist als Mitglied des Brieftaubenvereins „Grenzflieger“ stolz darüber, dass in der alten Fassade schon Falken und Schleiereulen gebrütet haben. Sieben der neu entstandenen Gästezimmer tragen Namen je nach ihrer Aussicht auf historische Walbecker Gebäude: Vom St. Nikolaus-Zimmer blickt man auf den Eingang der Kirche.
Dazu bietet das Haus Deckers als Geschenkidee für Brautpaare eine Übernachtung im St. Nikolaus-Zimmer an. Von den anderen Zimmern aus hat man freie Sicht auf die Lucia-Kapelle, das Weiße Haus, das Pastorat, den Kaplanshof, die Steprather Mühle und die Kokermühle. Die Kegelbahnen tragen ebenfalls klingende Namen: Kokerbahn und Stepratherbahn.
Auf die Idee mit den Namen kam Norbert Deckers, der das Hotel nun in fünfter Generation führt. Der Juniorchef hat seinen Job von der Pike auf gelernt: Nach fünfjähriger Lehrzeit als Koch und Hotelfachmann in namhaften Vier-Sterne-Häusern in Nettetal und Köln hat er zwei Jahre lang die Hotelfachschule in Heidelberg besucht. Den elterlichen Betrieb führt Norbert Deckers nun als staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt. Seine Mutter Margret Deckers kümmert sich gemeinsam mit der Jungköchin Miriam Janssen um die gastronomische Verwöhnung der Gäste.
Die Gäste werden nicht nur in der historischen Gaststube mit der originellen gebogenen Holzdecke, im Kronensaal und im neuen Caeciliensaal bedient, sondern auch, sobald das Frühlingswetter seinen Namen verdient, im Marktcafé sowie auf der lauschigen Gartenterrasse. Auch Radausflügler steuern gern das Posthotel Haus Deckers an. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) hat das fahrradfreundliche Haus mit einer „Bed & Bike“-Plakette ausgezeichnet.